Archiv der Kategorie: aus dem Kindergartengeschehen

Kinderpost

Kinder freuen sich in Coronazeiten über eine Nachricht aus ihrer Kita – das war unser Gedanke, der uns dazu veranlasste eine Aktion dazu ins Leben zu rufen.

Das Briefkastenteam wurde gegründet und schwups-di wupp waren schon viele Ideen da, mit welchen wir meinten Kindern eine kleine Freude machen zu könnten.

Adresslisten erstellen, Bastelideen sichten und Material dazu richten, Briefumschläge beschriften, Mutter-und Vatertagsgeheimbriefe verpacken, kleine Überraschungen bestellen, und,und, und ….. – all das waren die Aufgaben mit denen sich die vier Erzieherinnen stundenlang beschäftigten bis die erste Briefpost an ca.90 Kinder ihren Weg in die heimischen Briefkästen fand.

Nun sind schon zwei Sendungen verschickt worden und die dritte ist in Arbeit und folgt am kommenden Wochenende.

All die Familien, die sich bereiterklärt hatten einen Postbezirk zu übernehmen und mitzuhelfen, dass die Kinderpost ankommt möchten sich bitte

am kommenden Freitag , den 29.5.20 zwischen 10 und 12 Uhr in der Kita melden
um ihre Postpakete zum Austragen abzuholen.

Vielen Dank schon mal für die Unterstützung

Im Übrigen würden sich die fleißigen Briefschreiberinnen, aber auch alle anderen Erzieherinnen und Erzieher, über einen kleinen Kommentar oder eine Rückmeldung an dieser Stelle sehr freuen.

Saubermänner – Villa Regenbogenkinder in Aktion

Vor der kompletten Schließung der Kindertageseinrichtungen in Rheinland-Pfalz war noch allerhand los in den Kitas. In der Villa Regenbogen hatten sich die Kinder der  Löwengruppe mit den Helden einer TV-Serie beschäftigt. Zusammen mit den Erzieherinnen entwickelten sie das  Projekt „Paw Patrol – Helfer auf vier Pfoten“. Schon  mehrere Wochen hatte sich  die Gruppe intensiv mit den Fernsehhelden beschäftigt. Die Hunde in dieser Trickfilmserie haben unterschiedliche, sehr positive  Fähigkeiten und arbeiten im Team zusammen. Das faszinierte die Kinder so sehr, dass sie sich immer wieder in die Rollen hineinversetzten und alles nachspielten. So wurde dann gemeinsam vereinbart in jeder Woche einen speziellen Charakter unter die Lupe zu nehmen. In der „Rocky – Woche“ (der Hund, der für Ordnung und Sauberkeit sorgt) waren auch die „ Löwenkinder“ der Villa Regenbogen fleißig. Beim Saubermachen des Kindergartengeländes bemerkten die Kinder  die vielen Papierschnipsel, Plastikbecher, Zeitungsreste usw. die außerhalb des Zauns rumlagen. Kurzerhand beschlossen sie eine Saubermachaktion rund um den Kindergarten zu machen. Sehr motiviert und mit Handschuhen ausgestattet ging es los. Durch die vielen Stürme der letzten Wochen oder vielleicht auch durch achtloses Wegwerfen  der Bevölkerung entdeckten die Kinder nun sehr viel Müll. Mehrere Säcke mit Müll kamen auf dem kurzen Weg rund um Kindertagsstätte  und  Rheinhalle zusammen! Durch das Engagement der Löwenkinder und ihren Erzieherinnen war es hier nun wieder sauber. Alle hoffen, dass auch der nächste Sturm der  „Sauberen Umgebung rund um die Kindertagesstätte Villa Regenbogen“nicht mehr so viel anhaben kann.

Heimlicher Besuch in der Nacht

Der Kleine Weihnachtswichtel Leopold besucht die Kinder der Schmetterlingsgruppe in der Adventszeit 2019. Er kommt nur nachts, denn wenn man ihn sieht, verschwinden seine Kräfte, so erzählten mir die Kinder heute, als ich zur kleinen Adventsrunde eingeladen war. Weil ja keine Kinder im Kindergarten in der Nacht sind, hinterlässt Leopold einen Brief und manchmal auch eine Aufgabe. Heute befand sich auch ein rotes Säckchen vor der kleinen Wichteltür. Normalerweise gibt es einen Briefkasten, in welchem sich dann die Briefe des Weihnachtswichtels befinden.  Laut Leopold gab es noch übrigen Teig aus der Weihnachtsbackstube beim Weihnachtsmarkt, davon möchte er gerne ein paar Plätzchen gebacken bekommen. Der Teig liegt im Kühlschrank und die Ausstechförmchen hat er im Säckchen gleich mitgeschickt.  Nun freuen sich also alle Kinder auf einen schönen Plätzchenbacknachmittag.

Die Kerzen auf dem Adventsgesteck wurden angezündet und Sonja erzählte wieder ein kleines Stück weiter von Maria und Josef, die im Stall übernachten mussten, wo Maria dann ihr Kind zur Welt brachte.  Die Kinder hörten geduldig zu und sogar die Kleinsten schauten gebannt auf das Bilderbuchtheater mit seinen großen Bildern. 

Eine schwierige Aufgabe hatten die Kinder noch, sie sollten heute ent-scheiden, was mit all den kleinen Äpfeln geschehen soll, die wir diese Woche geschenkt bekommen haben. Fünf Ideen haben die Kinder und Erzieherinnen zusammengetragen: Apfelkuchen, Apfelmus, Apfelküchle, Apfelsaft und Bratäpfel.  Jeweils einer bekam einen Apfel für eine Idee und die übrigen Kinder sollten sich dann den Vorschlägen (Äpfeln) zuordnen.  Das war ein bisschen schwierig, und Anja musste mithelfen, bis sich jeder entscheiden und seinen Platz gefunden hatte. Gemeinsam wurde gezählt wie viele Kinder wo stehen und so wurde dann der Mehrheitsbeschluss herausgefiltert: Es soll also ein leckeres Apfelmus geben!  Ich bin gespannt auf das Ergebnis! Lediglich die vier Jungs, die gerne Apfelsaft machen wollten, waren, glaube ich, ein bisschen enttäuscht über den Ausgang der Entscheidung.

Die nächste Aktion, nämlich das leckere Mittagessen half da sicherlich ein wenig drüber hinweg.  Schön, dass ich dabei sein durfte. 

Kröt feiert seinen 4.Geburtstag.

Hallo, ich bin KRÖT der 2te. und wohne nicht so langer Zeit bei meinem Freund Richard. 

Wir verstehen uns gut, auch ohne Worte.

Am heutigen Tag, fast wie jeder andere, bin ich mit Richard in den Kindergarten gekommen, wo  auf  mich schon eine große Überraschung gewartet hat.

– ein Geburtstagstisch mit meinem Bild.  …ach was war es ein tolles Gefühl – denn heute würde ich meinen 4.Geburtstag feiern. 

Alle Kinder der Löwengruppe waren eingeladen – ich habe viele neue Freunde kennenlernen dürfen und mit ihnen neue Abenteurer erlebt.

Es hat mir viel Spaß gemacht, alle meine Freunde saßen im Stuhlkreis und ich durfte mit meiner super coolen Geburtstagskrone in der Mitte auf dem Geburtstagsthron sitzen. 

Mir wurde ein schönes Lied vorgesungen : „Wie schön, dass du geboren bist „, und meine Kameraden aus der Löwengruppe haben mir so vieeeeel Gesundheit gewünscht, dass ich bestimmt in den nächsten 50 Jahren keine Vitamin Tabletten brauchen werde. 

Es gab sogar Kinder, die mir noch weitere 100 Jahre gewünscht haben  – wie schaffe ich das bloß  ?

In der Küche wartete auf mich eine große Überraschung, alle Tische waren schön dekoriert: mit Luftschlangen, Konfetti, Ballons und vielem mehr  – ich war ganz erstaunt !

Nachdem Richard mir geholfen hatet meine vier Kerzen auszupusten, haben wir uns auf die Leckereien gestürzt, die uns Mama Simone vorbereitet hat – mniamni- mniamni, es hat allen Meeega geschmeckt. 

Natürlich gab es für mich extra Schüssel mit knackigen Karotten und Gurken (ha-ha).

Nach dem Essen kam die  Krönung : eine Seifenblasen- Party draußen – echt eine tolle Überraschung, über die ich mich mehr als gefreut habe- es war grandios !!!

Und Richard mein bester Freund, war sooo glücklich – toll dass wir so einen schönen Tag zusammen erleben konnten.

Das war mein schönster und  bester Geburtstag, den ich je erlebt habe.  

Ich bedanke mich sehr herzlich und möchte Euch alle gerne knuddeln.

Ihr habt mich sehr glücklich gemacht – euer KRÖT 

Ein Besuch im Ostergarten

Heute waren die Schulanfänger der Villa Regenbogen im Ostergarten unserer Kirchengemeinde.

Schon seit einigen Wochen hören die Kinder immer wieder Geschichten aus Jesu Leben, denen sie gespannt folgen. Heute war es endlich soweit – die Erzählung rund um das christliche Osterfest soll nun hautnah miterlebt werden. Auf meine Frage, ob jemand wisse was wir im Ostergarten vorfinden würden vermuten einige Kinder, dass es dort Eier gäbe. Eines der Mädchen weiß es ganz genau – dort gibt es die Geschichte mit Jesus.

Insofern sind nun alle sehr gespannt was sie erwarten wird. Alle stehen schon bereit, als uns unsere Führerin Natascha abholt. Sie hat ein langes gestreiftes Gewand an und erzählt, dass die Menschen zurzeit Jesu solche Bekleidung getragen hätten. Nach einem kurzen Fußmarsch, sozusagen über die Straße, sind wir auch schon da! Wir können unsere Jacken ablegen und alle die Lust haben dürfen ebenso lange Gewänder anlegen wie Natascha, um so ganz in die damalige Zeit hineinzuschlüpfen.

Wir betreten den ersten Raum, in dem sich die Tische für das Kirchen Café, ein großer Marktstand sowie ein Brunnen befindet. Die Wände sind bemalt und die Eingangstüre sieht heute aus wie eine Mauer, was uns besonders fasziniert. Alle wollten mal reinschauen in den Brunnen, weil sie sich selbst darin wiederspiegeln können, ist das ganz spannend. Doch die Marktstandbesitzerin Natascha ruft uns zu sich und erzählt, dass der heutige Tag ein ganz besonderer sei, denn alle Leute laufen auf der Straße zusammen, um sich zu versammeln. Warum – das wollen wir nun alle gemeinsam nachschauen. Nachdem wir uns jeder mit einer Rosine gestärkt haben, treten wir nun endlich durch das Stadttor und kommen auf eine Straße nach Jerusalem. Jeder hat den Stein, den er vor dem Tor mitgenommen hatte, noch fest in der Hand. In der Ferne ist der Tempelberg zu sehen, ein Esel steht dort in einer Ecke und Kleider und Palmzweige liegen darum herum. Musik, Rufen, Gelächter ertönt plötzlich und wir lauschen Menschenstimmen, die davon erzählen, dass sie Jesus kennen und er schon viel Gutes für sie getan hat. Hosianna rufen sie und feiern zusammen mit uns Kindern, dass Jesus nun in die Stadt kommt, um das Passahmal zu feiern.

Das Schofar Horn ertönt in der Ferne und plötzlich steht da ein König, mit Krone und Mantel und lädt uns ein das Passahmal mit ihm zu feiern. Jeder will der erste sein und so gibt es ein kleines Gedränge bis den Vorhang in der Ecke alle Kinder verschluckt hat. Dahinter bedächtige Stille. Jeder hat einen Platz gefunden, nur Tuana kann sich nicht so recht entscheiden, wo es am schönsten isst. Geheimnisvolles Licht in Rot und Gelbtönen hüllt den Festsaal ein. Eine große Tafel ist Kerzenlichtern, erhellt und mit Brotstückchen, Bechern aus Ton, und Trauben gedeckt. Weiße und rote Stoffe verdecken Mauerwände und machen alles gemütlich. Lediglich ein paar Glitzernde Sternchen sind in der Fensteröffnung zu entdecken. Natascha hat ein großes Buch aus dem sie uns erzählt, dass Jesus hier gefeiert hat und – dass er schon wusste, dass er verraten werden wird und sterben muss. Der König bedient uns zuerst gibt es für jeden ein Stückchen Brot und dann einen kleinen Schluck Traubensaft. Jeder genießt und wartet gespannt bis alle Becher wieder auf ihrem Tablett stehen. Ab und zu poltert mal ein Stein aus einer Kinderhand und wird schnell wieder aufgehoben.

Es geht weiter, alle gehen bedächtig durch eine weitere Vorhangtüre in blaues Licht. Leises Raunen ist zu vernehmen, die Kinder sind sehr gespannt was sie in diesem dunklen Garten hinter dem Vorhang erwarten wird. Leise Musik untermalt die Erzählung von Natascha über die Begebenheiten im Garten Gethsemane und der Gefangennahme Jesu. Das Lagerfeuer und der Hahn der Petrus Verleumdung darstellt ist beindruckend. Als das Licht im Thronsaal mit dem goldenen Tron des Pilatus angeht wollen alle ganz nah heranrücken. Natascha erzählt von der Gerichtsverhandlung und als sie fragt wer denn nun wohl verurteilt werden solle, die Verbrecher oder Jesus sind sich die Kinder uneinig, sie wissen wohl schon wer am Ende am Kreuz hing?!

Das Kreuz und sein zwei kleinen Nebenkreuze werden durch blaues Licht in Szene gesetzt. Viele Steine liegen schon an seinem Fuß und nachdem Natascha eine Kerze entzündet hat, was alle ganz genau sehen wollen, können die Kinder dann auch noch ihre Steine auf den riesigen Steinhaufen oben auflegen, sozusagen stellvertretend für ihre Sorgen und Ängste, die sie hier am Kreuz Jesu ablegen durften. Die Einspielung des Hauptmannes, der die Kreuzigung miterlebt hatte, lauschen die Kinder ganz gespannt und auch als Natascha von den Frauen erzählte, die am Morgen zum Einbalsamieren vorbeikamen, sitzen die Kinder regungslos auf ihren Bänkchen und bemerken gar nicht, dass ein helles Licht nun den Eingang zur Grabhöhle beleuchtete.

Jeder darf nun hindurch gehen, hindurch durch das Grab auf die andere Seite, ins helle Licht. Überrascht stellen die Kinder fest, dass auch der König wieder da ist und sie erwartet. Wie ein Magnet zieht sie jedoch die Seenlandschaft mit Wasser, einem Boot und dem kleinen Standstrand an. Dicht an dicht stehen sie und betrachten diese schöne Landschaft. Weltry bemerkt, dass die Fische, und das Feuer gar nicht echt sind, andere stehen nur still da und schauen. Natascha ergreift nochmal das Wort und erzählt von den Fischern, die mal wieder nichts gefangen hatten, erst als der noch unerkannte Jesu sie anwies das Fischernetz auf der anderen Seite auszuwerfen, erinnern sich plötzlich auch die Kinder wieder an die Geschichte vom Fischfang, die sie vor der Auferstehung schon einmal gehört hatten.

Die Geschichte der Emausjünger hören nur einige wenige der Kinder, denn sie sind immer noch sehr fasziniert von all den anderen Bildern des Auferstehungsgartens. Als der König zum Tanz auffordert sind alle wieder dabei. Ein großer Kreis und flotte Musik regt die meisten an fröhlich mitzutanzen und als ich die Kinder später frage was ihnen besonders gut gefallen hat wird auch dieser Tanz erwähnt. Aber auch das Essen im Passahraum ist in guter Erinnerung geblieben.

Wir beschließen den Rundgang durch den Ostergarten mit einem Schritt durch das Himmelstor, das und in einen kleinen Andachtsraum führt, wo viele der Kinder noch etwas aufmalen wollen und das gerollte Zettelchen, dann in die Gebetsmauer stecken. Noch ein Griff in die Schatzkiste mit einem Segenskärtchen und die eigene Unterschrift im großen Besucherbuch, dann ist dieses einmalige Ereignis beendet und wird uns hoffentlich allen noch lange in Erinnerung bleiben.

Kreativität und Einsatzbereitschaft bereichern die Tage in der Villa Regenbogen

Wie in jedem Jahr um die Zeit, dreht sich mal wieder alles um das Laternenfest. Es wird gebastelt und gewerkelt, damit viele schöne, leuchtende Laternen am Martinsabend (bzw. einen Tag später in diesem Jahr) die Dunkelheit erhellen können. Selbst für die Kleinen haben wir eine tolle Möglichkeit gefunden mit farbigen Tinten zu experimentieren und dabei kleine bunte Kunstwerke entstehen zu lassen. Die Kinder aus der Dinogruppe waren außerdem schon einige Zeit zuvor künstlerisch tätig und haben ein großes Wandbild (2x1m) mit Akryl Farben gestaltet, welches zur zeit in unserem Flur ausgestellt ist und auf einen Abnehmer unter den Eltern wartet. Diese können es ganz geheimnisvoll mit den bereitliegenden Zettelchen, die inder großen Box eingeworfen werden, ersteigern. Wir sind gespannt darauf, was den Eltern die kindliche Kunst wert ist, und wer am Ende den Platz in seinem Wohnzimmer fei machen wird, um das Kunstwerk aufzuhängen. Die Erzieherinnen dieser Gruppe freuen sich auf jeden Fall schon heute auf den Erlös, von welchem sie dann wieder ganz besonderes Material zur Kreativitätsförderung für die Kinder besorgen können.

Aber nicht nur im künstlerischenBereich sind die Kinder der Villa Regenbogen tätig. Sie setzen sich auch für Ihre persönlichen Anliegen selbst ein und haben in den letzten Wochen den Bürgermeister Dr. Nitzsche besucht. Bewaffnet mit einem, von allen Schulanfängern unterschriebenen Brief und einem selbstgedrehten Videofilm haben sie ihm ihren großen Wunsch vorgetragen, doch endlich dafür zu sorgen, dass sie wieder rutschen können. Einige der Kinder konnten dies seit ihrem Eintritt in die Kita noch nie tun, da die Rutsche schon sooo lange gesperrt ist.  Der Bürgermeister versprach sich zu erkundigen, woran das liegt und hat den Kindern dann in einem Brief geantwortet und versichert, sich bald darum kümmern zu wollen. Nun bleibt abzuwarten ob die jetzigen Schulanfänger das vergnügliche Erlebnis auf der großen Rutschbahn noch genießen dürfen, bevor sie dann im Sommer 2019 in die Schule kommen.

Vorlesetag auch hier in der Villa Regenbogen

Auch in diesem Jahr 2017 fand der bundesweite Vorlesetag statt. Wir beschlossen, uns auch diesmal wieder bei der tollen Aktion zu beteiligen. So gab es im letzten Jahr 130000 Teilnehmer im ganzen Bundesgebiet. Unser diesjähriger Vorlesetag bedurfte im Vorfeld einiger Planung. Wir wollten den Kindern mehrere Aktionen anbieten.

So zogen wir am Donnerstag, den 16.November, mit den Schulanfängern zur Bücherei, die eigens für uns an diesem Tag ihre Türen geöffnet hatte. Frau Kern und Frau B. erwarteten uns bereits, als wir da ankamen. Geplant war, dass die beiden uns den Bücherzug übergeben sollten. Überraschenderweise hatten sie aber ein bisschen mehr vorbereitet. Frau Gehrlein stellte uns die Leseratte vor, ein kleines, lustiges Stofftier, das den Bücherzug begleiten sollte. Frau Kern begann mit Ihrer Begrüßung und Einstimmung, die die Kinder bereits von unseren monatlichen Besuchen in der Bücherei kannten. Frau Kern hatte ein Buch vorbereitet und las es den Kindern vor. Passend zum Bücherzug las Frau Kern uns die Geschichte „Henriette Bimmelbahn“ vor. Sogar eine Süßigkeit zum Verspeisen in Form einer Gummibärratte bekamen die Kinder im Anschluss an die Geschichte. Wie nett von den beiden Damen!!! An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an die Bücherei Maximiliansau für diese tolle Aktion.

Unsere Schulanfänger nahmen den Bücherzug entgegegen. Jedes Kind erhielt eine Wagontasche, gepackt mit einem Buch. Unser „Zug“ zog nun begleitet von lautem Singen „Tuff, tuff, tuff, die Eisenbahn“ zurück zur Villa. Der Zug wurde im Flur der Villa aufgehängt. Er durfte bis Weihnachten bei uns bleiben.

Die Gruppenerzieher durften sich aus diesem vielfältigen Bücherangebot immer wieder Bücher entnehmen und diese den Kindern vortragen. Auch konnten die Kinder zwischen verschiedenen Büchern wählen. Das war ein tolles, offenes Literacy Angebot.

Am Freitag, den 17.November, dem eigentlichen, bundesweiten Vorlesetag, boten Gaby, Sonja und Diana das Schattentheater „Der Löwen und die Maus“ im abgedunkelten Besprechungszimmer an. Die Geschichte gefiel den Kindern. Sie staunten, dass eine so kleine Maus mit einem starken, großen Löwen Freundschaft schließen konnte. Alle Kinder konnten dieses Schattentheater anschauen. Es wurde fünfmal für alle Altersklassen (Adler, Delfine und Miniflitzer) aufgeführt.

Susanne und Anna Lena lasen zur gleichen Zeit Bilderbücher aus eigenem Bestand oder aus dem Bücherzug in der Turnhalle und unserer Bücherei vor.

Auch die Grundschule beteiligte sich an diesem Vormittag. Frau Kargel besuchte uns mit ihrer Klasse in der Villa. Die Grundschüler lasen unseren Kindergartenkindern Bücher vor,  zeigten ihnen Bildern und stellten Fragen zu den Geschichten.

Am Nachmittag wurde dann auch noch ein Buch vorgelesen.

So endete unser Vorlesetag erstmal, aber nicht endgültig.

Ausblick: Unser Bücherzug wird irgendwann Anfang des nächsten Jahres in die Bücherei zurückkehren. Das werden unsere Schulanfänger übernehmen. Dort werden wir dann eine Führung von den Mitarbeiterinnen bekommen und einen Einblick in das Ausleihsystem der Bibliothek erhalten.

So ist der Vorlesetag in diesem Jahr zu eine „Vorleseprojekt“ geworden.

Wir freuen wie auf den nächsten „Vorlesetag 2018“ und lassen uns bestimmt wieder etwas „Tolles“ rund ums Büchervorlesen einfallen.

Sonja Dietz, Erzieherin

 

 

Schulanfängerübernachtung in der Villa Regenbogen

Am 9. Juni trafen die Schulanfänger – die Adler – aller vier Gruppen gegen 17.45 Uhr gemeinsam mit ihren Eltern in der Villa Regenbogen ein. Alle Kinder waren schon ganz aufgeregt und richteten dann zusammen mit ihren Eltern ihren Schlafplatz. Das verlief reibungslos, obwohl jedes Kind genau wusste, wo und neben wem es liegen wollte. Manche schnappten sich gleich die dicke Turnmatte und teilten sich diese zu mehreren. Andere benutzten flachere Turnmappen oder die mitgebrachte Isomatte für Ihre Schlafstätte. Nachdem sich manche Eltern „schweren Herzens“ von ihren Kindern verabschiedet hatten und den Heimweg antraten, warteten unsere Kinder aufgeregt im Innenhof auf die Dinge, die da auf sie zukommen sollten.

Das Programm startete recht bald mit der Kinderdisco. Unser „Techniker und Toningenieur“ Manuel (an dieser Stelle „Vielen Dank!“) hatte bereits am Morgen eine Musikanlage mit großen Boxen aufgebaut. Musik war bereits auf CD gebrannt und die Kinder nahmen das Angebot zu tanzen sehr schnell wahr. Tolle Tanzeinlagen, zum Teil sehr akrobatisch, ließen die Erzieher staunen: „Was doch alles noch so in unseren Kindern steckt?!“.

Nach der Disco machten wir Gruppenspiele im Innenhof. Die Kinder feuerten ihre Mannschaft ganz schön laut an. Nach einem Staffellauf und einem Fahrzeugrennen um ein Hindernis, wurde auch schon das Abendessen vorbereitet. Die von Sinans Oma vorbereitete Bolognese Soße und die von Sinems Mama vorbeigebrachte Familienpizzen, schmeckten den Kindern sehr gut. Auch hier ein herzliches Dankeschön! Sie hatten auch einen riesigen Hunger von all der Aufregung.

Nach dem Abendessen wollten einige Kinder schon ins Bett gehen – verwunderlich!

Aus ihrer Gewohnheit gerissen, freuten sie sich dann aber doch auf einen Spaziergang mit der Taschenlampe zur Eisdiele von Luigi. Manch ein Passant wunderte sich über den „späten Spaziergang“ so „kleiner Kinder“. Tja, an diesem Tag war eben alles ein bisschen anders! Nach dem leckeren Eis bei Luigi, waren manche Kinder wirklich sehr müde. Wir Erzieherinnen wussten, dass unser Programm jetzt etwas entspannter und ruhiger werden musste. Die Kinder zogen ihre Schlafsachen an, putzen sich die Zähne und machten sich anschließend ihren Schlafplatz „gemütlich“. Letzter Programmpunkt war eine Gute-Nacht-Geschichte: Was gab es Passenderes als das Märchen von der „Prinzessin auf der Erbse“? Eine richtige Prinzessin merkt, wenn eine Erbse unter einer Vielzahl von Matratzen liegt, vielleicht auch ein Prinz? Viele unserer Kinder merkten auch, dass sie nicht zu Hause in ihrem bequemen Bett schliefen, und das fühlte sich eben komplett anders an. So endete unser schöner Abend.

Für uns Erzieherinnen war es eine kurze Nacht. Das letzte Kind schlief gegen 1.30 Uhr ein und das erste wachte bereits um 6.00 Uhr wieder auf.

Wir starteten den Tag gemeinsam mit einem tollen Frühstück. Auch dieses haben wir selbst vorbereitet, und es gab leckere Sachen! Anschließend räumten alle Kinder ihre Schlafplätze auf und wurden dann von ihren Eltern gegen 9.30 Uhr abgeholt. So endete die diesjährige Übernachtung in der Villa Regenbogen. Trotz Schlafdefizit war das auch für die Erzieherinnen wieder eine tolle Erfahrung. Wir hatten zusammen mit den Kindern Spaß und denken, dass es diesen auch ganz gut gefallen hat. Was haben sie wohl am nächsten Tag zu Hause erzählt?

Der Bundesweite Vorlesetag

Noch nie waren wir und unsere Kinder einer solchen Flut von Bildern ausgesetzt. Über das tägliche Fernsehen, Filme oder durch Computerspiele – die Verlockungen, die den Kindern ihre eigenen Bilder rauben, waren noch nie so groß wie heute. Es ist daher aussichtslos, diese Medienflut gegen das Buch auszuspielen. Wir können aber daran arbeiten, das Buch zu einem selbstverständlichen und angenehmen Teil der Kindheit werden zu lassen. Dazu braucht es nur ein wenig Zeit, Ruhe und Wissen.

Der bundesweite Vorlesetag setzt hierzu ein Zeichen:  Er gilt als das größte Vorlesefest Deutschlands und stellt Jahr für Jahr neue Teilnehmerrekorde auf: Der Bundesweite Vorlesetag, eine Initiative der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung. Er fand am 18. November 2016 bereits zum dreizehnten Mal statt. Jedes Jahr am dritten Freitag im November begeistert der Aktionstag mittlerweile über 110.000 Vorleserinnen und Vorleser. Gemeinsam lesen sie über zwei Millionen kleinen und großen Zuhörern vor. Jeder kann dabei sein und an diesem Tag Geschichten zum Geschenk machen.

Auch die Villa Regenbogen möchte in diesem Sinne an diesem Tag ihren Kindern „Geschichten zum Geschenk“ machen.

Jedes Kind bekam einen Lesepass, mit dem es die verschiedenen Stationen besuchen und sich an jeder Station einen Stempel für das Zuhören verdienen konnte.

In diesem Jahr hatten die Erzieherinnen drei verschiedene Aktionen geplant.

  1. Im Besprechungszimmer gab es das Bilderbuchkino mit Conny Drössler. Beim Bilderbuchkino wird das Bilderbuch vorgelesen und begleitend dazu Dias auf einer Leinwand gezeigt. Das Vorlesen (auditive Wahrnehmung) wird durch die Bilder (visuelle Wahrnehmung) unterstützt. Diesmal konnte das Bilderbuchkino, dank Frau Altunbas und Agnieska Blaszak aus der Schmetterlingsgruppe in deutscher, italienischer und polnischer Sprache vorgetragen werden. Das Bilderbuch thematisierte die Bemühungen des kleinen „Irgendwie anders“ der sich lange Zeit vergeblich bemühte dazuzugehören. Erst als er erkannte, dass es nichts schlimmes ist anders zu sein, sondern man sich eher bereichern kann, hatte er plötzlich einen kleinen Freund. Und die beiden wussten zum Schluss des Buches nun genau, was zu tun ist wenn einer kommt der anders ist!
  2. In der Turnhalle boten Gaby Schwarz-Schlechte und Sonja Dietz das Tischtheater (Kamishibai) mit der Geschichte „Als die Raben noch bunt waren“ an. Die Geschichte wurde erzählt und mit Bildern des Tischtheaters unterlegt. Sie handelte von bunten Raben, die sehr unterschiedlich aussahen. Sie unterschieden sich sowohl in Farbe, wie auch in Musterung und konnten ihre Verschiedenheit nicht akzeptieren. Deshalb stritten sie unentwegt. Erst ein Regenschauer, der einen Farbwechsel des Gefieders zur Folge hatte und herbeiführte, dass alle Raben schwarz und gleich aussahen, rief eine Änderung im Verhalten und Bewusstsein hervor.
  3. Vor der Küche im unteren Bereich der Villa baute Susanne Stiefel eine Kulisse mit Fröbelbällchen auf. Sie erzählte „Die Geschichte vom kleinen Nerino“. Die Erzählung wurde mit einfachen Stoffbällchen (Fröbelbällchen)  bildlich dargestellt. Thematisiert wurde hier wiederum das Thema „Anders sein“

Unser Vorlesetag war ein gelungener Event im November, der den Kindern der Villa Spaß gemacht hat. Auch für die Sprachförderkräfte der Villa Regenbogen war dies wieder eine tolle gemeinsame  Erfahrung.  Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

 

Dieser Beitrag wurde verfasst von Sonja Dietz, Gaby Schwarz-Schlechte und Susanne Stiefel für die Kita-Zeitschrift Wirbelwind Nr. 59, erschienen im Dezember 2016.

Gewalt-Präventionskurs für die Schulanfänger

Das letzte Jahr im Kindergarten ist voll mit verschiedenen Kursen und Aktivitäten. Eins davon ist ein Gewalt-Präventionskurs von Wir Stärken Dich e.V.

Die Kinder lernten während der Kurse, eigene, unterschiedliche Gefühle zu erkennen und zu beachten. Was erzeugt gute Gefühle? Was sorgt für schlechte oder komische Gefühle? Wenn man ein  solches Gefühl hat, dann darf man auch zu Erwachsenen ‚Nein‘ sagen.

Im Rollenspiel haben die Kinder  geübt, wie man deutlich und klar ‚Nein‘ sagt, zum Beispiel, wenn ein Fremder sie umarmen oder ihnen ein Kuss geben will. Auch das Abholen durch Unbekannte gehört dazu.

„Nein! Ich gehe nicht mit!“ und dabei in den Augen schauen, damit der andere merkt, dass es ernst gemeint ist. Hände nach vorne strecken, stampfen um die Aufmerksamkeit von Umstehenden zu erregen und damit Hilfe bei z.B. LehrerInnen oder Anderen zu holen.

Die Kinder haben auch kleine Techniken gelernt, um sich selbst gegen eine Umarmung von Fremden zu wehren. Diese Techniken haben sie dann fleißig geübt – jedes Mal: Ellbogenschlag und Stoß. Danach versicherten sie mit dem  Indianer Ehrenwort, dass sie diese Techniken nur im Notfall benutzen wollen, und ganz besonders nicht bei den Kleineren!

Auch haben sie jede Woche eine Hausaufgabe bekommen. Dafür mussten auch die Eltern aktiv mitmachen. Als erste Aufgabe wurde eine Liste von Mitgehpersonen überlegt und auswendig gelernt. Nur die Leute, die auf dieser Liste stehen, dürfen die Kinder abholen.

Dann wurde wieder im Rollenspiel geübt, was sie machen müssen, wenn ein Fremder vor der Schule wartet und z.B. etwas Süsses anbietet.

Oder auch falls auf sie gewartet wird und sie mit, „Hey, es ist was Schlimmes mit deinen Eltern passiert. Ich soll dich ins Krankenhaus bringen.“ anspricht.

Wenn diese Person keine Mitgehperson ist, dann dürfen sie auch nicht mit – egal was er/sie sagt.

Und wenn ein Fremder im Auto anhält, nach dem Weg fragt oder ähnliches, müssen sie von Anfang an Abstand halten und keinen Schritt näher rangehen. Wenn sie ein schlechtes Gefühl bekommen, dann ist es besser in Gegenrichtung wegzulaufen.

Die meisten Kinder fanden die Rollenspiele lustig, für manche war es auch schwer zu verarbeiten, da waren dann wieder die Eltern gefragt, mit ihnen zu sprechen und den Kurs aufzuarbeiten.

Natürlich hoffen wir Erwachsenen sehr, dass Kinder nie in eine solche beklemmende Situation kommen werden. Sollte es aber doch passieren, werden sie sich hoffentlich erinnern und  anwenden können, was sie in diesem Kurs gelernt haben!

 

Dieser Beitrag wurde verfasst von „Villa Regenbogen Reporterin“  Elvy Reimann für die Kita-Zeitschrift Wirbelwind Nr. 58.