Lernwerkstätten für die Schulanfänger

Angeregt durch eine Fortbildung, die wir als pädagogisches Team der Villa Regenbogen wieder einmal gemeinsam belegt hatten, lies uns der Gedanke der Lernwerkstatt nicht mehr los.

Eine sinnvolle und anspruchsvolle Nutzung der Galerie für die Kinder war schon lange unser Anliegen und daher beschäftigten wir uns einige Zeit mit dieser Idee.

Wir haben uns mit Literatur beschäftigt, hatten einige Planungssitzungen zu diesem Thema und suchten Materialien zusammen, die wir uns gegenseitig vorstellten.

Die Lernwerkstatt als pädagogisches Konzept wird vor allem durch den Begriff „vorbereitete Umgebung“ geprägt.

Vorbereitete Räume und Materialien sollen die Lernfreude von Kindern aufgreifen und sie zum selbsttätigen Tun anregen.

Die Lernwerkstatt im Kindergartenbereich ist ein Raum in dem sich Kinder mit Mathematik, Sprache und Schrift, Naturwissenschaften, Technik an unterschiedlichen Spiel- und Lernstationen ausprobieren können.

Die Umgebung soll zum Entdecken, Forschen und Experimentieren und damit zu ganzheitlichem Lernen anregen.

Materialien und auch die Haltung des Erziehers ermöglichen intensive Selbstbildungsprozesse des Kindes.

Sie sind ein neuer Bildungsraum für die 5-6jährgien der Villa Regenbogen und steht immer zur Verfügung wann die Kinder das möchten.

Kurz vor der Faschingszeit wurden dieser Werkstätten nun auf den Galerien mit einer feierlichen Zeremonie eröffnet.

 

 

28Eine große Schleife oder ein Absperrband wurde schon Tage zuvor angebracht und machte die Sache besonders spannend.

Am Eröffnungstag selbst wurde der Treppenaufgang zur Galerie dann von den Kindern belagert bis eines mit einer Schere das Band durchschnitt

(manchmal benötige es mehrere Anläufe bis die große Schere an den richtigen Stelle ansetzte) und so zu den Zugang freilegte.  Mit Hilfe eines speziellen Anmeldesystems

am Treppenaufgang können alle Kinder mit einem Blick erkennen, ob es noch einen freien Platz oben auf der Galerie gibt.

32Nun waren alle ganz gespannt darauf, was sie wohl dort oben erwartete. Vier Arbeitsplätze gekennzeichnet durch Schreibpult, Stuhl und Arbeitsunterlage konnten die Kinder entdecken.

Außerdem ein Regal in welchem sich verschieden große Körbchen befanden, die die unterschiedlichsten Aufgaben bereithielten. 

Hier konnte man ganz unterschiedliche Aufgaben entdecken. unterschiedliche Schrauben abzählen und einsortieren, Buchstabenwürfel oder Magnetbuchstaben,

mit welchen man seinen Namen oder andere Worte abschreiben kann, zu einem Wort zusammenzusetzen, hier gilt es Zahlenreihen in einen Taschenrechner einzugeben,

für unterschiedliche Gläser die richtigen Deckel zu finden , geometrische Figuren mit Gummis nachzubilden oder auch Socken zu sortieren und ordentlich aufzuräumen.

Noch viele andere Dinge haben sich die Erzieher ausgedacht und die Kinder hatten großen Spaß dabei diese Dinge auszuprobieren.

37Die meisten der Aufgaben sind mit entsprechender Selbstkontrolle versehen, sodass die Kinder selbst sehen können, ob sie es richtig gemacht haben.

Nach Erledigung einer Aufgabe können sich die Kinder dann auch ein kleines Sammelkärtchen aus dem jeweiligen Körbchen nehmen, um es in ihrem persönlichen Sammelglas abzulegen.

Der Inhalt dieses Gläschens ist dann Gesprächsinhalt im Dialog mit den Erziehern, wo Kinder berichten können was sie am liebsten gemacht haben oder woran sie am meisten Spaß haben.

Unsere Werkstätten sind bisher nur sehr klein und es gibt noch nicht die gewünschte Anzahl von Arbeitsaufträgen für die Kinder. Daran wollen wir noch arbeiten.

Um die Idee dennoch lebendig zu halten haben wir die Lernwerkstätten der einzelnen Gruppen schon einmal getauscht.

So konnten die Kinder wieder neue Herausforderungen finden um wieder Spaß und Spannung bei der Lösung von Aufgaben zu erleben.

Wir sind selbst gespannt darauf wie es weiter gehen kann und was uns und den Kindern dazu noch alles einfällt.

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