Flaschenpost für die Schulanfänger

Flaschenpost: „Kinder reisen um die Welt

Projektleitung: Kerstin Zapf, Gabi Schwarz-Schlechte, Sonja Dietz

 Die „Kinder reisen um die Welt“, da ergab sich nur die Frage: „Wo sollte die Reise beginnen?“ Unseren ersten Projekttag für unsere diesjährige Schulanfängergruppe begannen wir  mit einem Lied gemeinsam in der Turnhalle. Maxi, unsere Handpuppe kam zu den Kindern zu Besuch. Sie ist ein echter „Weltenbummler“ und brachte den Kindern  eine Flaschenpost mit, die sie im Meer gefunden hatte. Der Inhalt der Flaschenpost begeisterte die Kinder, sie konnten schnell erkennen, dass es sich dabei um eine Schatzkarte handelte. Nun galt es, den Schatz zu finden. Die Kinder waren voll motiviert, begaben sich in der ganzen Villa Regenbogen auf die Suche und konnten den Schatz nach einiger Zeit dann in der Bücherecke „orten“. Allerdings wunderten sich einige Kinder, weil es sich bei dem Schatz um ein Buch handelte, sozusagen um einen „Bücherschatz“. Zurück in der Turnhalle beschäftigten wir uns mit dem Bilderbuch und mit der Geschichte des kleinen Jens aus Dänemark, der in dem Buch die „Flaschenpost“ eine Zeichnung von sich selbst rund um die Welt schickte. Seine Flaschenpost kam in Madagaskar, Grönland, Mexiko, Indien und China an. Sie wurde immer von einem Kind aus dem jeweiligen Land gefunden. Dieses Kind zeichnete sich dann selbst auf das Blatt von Jens und schickte die Flaschenpost weiter. Wir schauten auf der großen Weltkarte nach, wo die Flaschenpost überall Station machte. Wir staunten sehr, was die Kinder über andere Länder zu erzählen wussten und welche Länder sie schon auf der Weltkarte benennen konnten.

An diesem ersten Projekttag reisten wir nach Afrika. Wir trommelten nach afrikanischer Musik und sahen uns einen Film über das alltäglichen Leben eines kleinen Jungen in Mosambik an. Die Kinder interessierten sich sehr für das Leben des Jungen und stellten viele Fragen. Einem Jungen aus der Bärengruppe fiel auf, in welch ärmlichen Verhältnissen diese Kinder leben, und dass sie kein „schönes Bett“ haben. Ein Mädchen aus der Schmetterlingsgruppe sagte, dass sie das Essen, was die Großmutter für den Jungen im Film zubereitet hatte,  nicht essen könnte.

Zum Abschluss dieses ersten Projekttages malte jedes Kind ein Bild von sich selbst und fertigte daraus eine Flaschenpost, die im Flur über der Turnhallentür aufgehängt wurde. Wir begannen auch den zweiten Projekttag mit unserem tollen Lied. Die Kinder sangen, klatschten, pfiffen und stampften zu unserem Lied „Kinder dieser Welt“.

Anschließend bereisten die Kinder verschiedene Länder. In der Grönland-Gruppe wurde mit Instrumenten eine Klanggeschichte, die von einem kleinen Eskimojungen handelte, bearbeitet. Anschließend bauten die Kinder mit vielen verschiedenen Materialien Iglus. Die Kinder waren dabei an ihrem Ideenreichtum nicht zu übertreffen und man konnte gut beobachten, welche verschiedenen Vorstellungen die Kinder doch hatten, und jeder auf seine eigene Weise die Ideen in seine „Baugruppe“ einbrachte. So wurden die unterschiedlichsten Materialien gewählt und die verschiedensten Bauweisen verwirklicht. Sie hörte mit den Kindern mexikanische Musik, erzählte den Kindern über das alltägliche Leben in Mexiko, zeigte den Kinder Bilder und sprach mit ihnen ein bisschen Spanisch, was den Kinder sehr gefiel. Gemeinsam stellte die Gruppe ein „Ojo de dios“ her. Das ist ein Glücksbringer der mexikanischen Indianer, den die Kinder in Mexiko traditionell zu ihrer Geburt geschenkt bekommen. Hierbei wurde Wolle auf eine bestimmte Weise um ein Holzkreuz gewickelt. In Indien lernten die Kinder die Handpuppe „Jamal“ kennen, die direkt aus Indien gekommen war, um die Kinder zu besuchen. Sie brachte Bilder mit typischen indischen Motiven mit. Jedes Kind durfte sich ein Bild aussuchen und dieses beschreiben. Wir sprachen über die Familie in Indien, die Kleidung der Inder, das Essen und die Gewürze, die Tiere in Indien, das Taj Mahal etc.

Uns fiel auf, dass sich unsere Kinder besonders für das Leben der Kinder in anderen Ländern begeistern konnten. Wir machten außerdem einen indischen Tüchertanz, von dem einige Jungs nicht so begeistert waren. Sie meinten, sie würden weder deutsch, noch indisch gerne tanzen. „Das wäre ein bisschen peinlich!“ In jedem Land bekamen die Kinder ein Wappen in den Reisepass geklebt.

Auch den dritten Projekttag begannen wir gemeinsam in der Turnhalle, dann „flogen“ wir mit unserem Reisepass in  die verschiedenen Länder.  Jedes Kind besuchte Indien, Mexiko und Grönland. Anhand der Farben der Reisepässe und Wappen konnten wir die Kinder gut in Kleingruppen einteilen,  so dass alle jedes Land besuchen konnten. Gabi, Kerstin und Sonja haben ihr Land insgesamt dreimal den Kindern vorgestellt. Das hatte den Vorteil, dass man in der Kleingruppe auf Aussagen der Kinder besser eingehen und intensiver mit den Kindern arbeiten konnte. An diesem Tag reisten die Kinder in zwei Länder, die sie noch nicht besucht hatten.

Am vierten Projekttag bemalten wir Flaggen mit Wasserfarben. Die Kinder durften diese frei gestalten. Es kamen dabei echte Flaggen zum Vorschein, aber auch viele erfundene Fantasieflaggen. Einfach wunderschön!!

Außerdem  haben wir für die Kinder an diesem Tag ein kulinarisches Büffet vorbereitet. Aus Indien gab es Reiswaffeln, aus Afrika frische Mangos, außerdem Bananen-und Kirschsaft, aus Grönland Rollmöpse J, aus Mexiko Tortilla-Chips mit Dip. Die Vorlieben der Kinder kann man sich denken, die Rollmöpse am Morgen waren nicht so beliebt. J Während des Projektes haben wir die Wünsche der Kinder gesammelt. Wir wollten diese berücksichtigen und in unser Projekt integrieren. Von Seiten der Kinder kam der Wunsch, unser Lied zum Abschluss noch einmal zu singen, sowie eine weitere Folge „Kinder in Afrika“ auf DVD anzusehen. Zum Ausklang des Projekts schauten wir die Geschichte eines Jungen aus Kamerun an.  Die Flaschenpost, die wir zwischenzeitlich im Gang aufgehängt hatten, wird in nächster Zeit an die Kinder verteilt. So bekommt jedes Kind eine Flaschenpost dem Selbstportrait eines anderen Kindes. Die Reisepässe durften die Kinder am Ende des Projekts mit nach Hause nehmen. Für uns war dieses Projekt eine große Herausforderung und eine tolle Erfahrung. Wir hatten den Eindruck, dass die Kinder viel Spaß hatten und dabei noch einiges über andere Länder erfahren konnten. Auch die Aspekte der Sprachförderung kamen nicht zu kurz. Wir hoffen, die Kinder haben viel zu Hause erzählt und freuen uns, bald wieder ein solch spannendes Projekt gestalten zu dürfen, wobei die Kinder die Hauptakteure bleiben.

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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